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GLP-Labore · ISO 10993-1:2025 Produktspezifische Strategie

Biologische Sicherheit von Medizinprodukten – produktspezifische Biokompatibilitätsstrategie

nach ISO 10993

Metecon entwickelt produktspezifische Biokompatibilitätsstrategien mit klarer Begründungslogik: von der Materialauswahl über Herstellprozesse bis zur toxikologischen Risikobewertung. Wir übersetzen Laborergebnisse in nachvollziehbare regulatorische Nachweise – patientenrelevant und belastbar auch bei Änderungen.

10+ Expert:innen Bio/RA · Medizinprodukte · IVD
10+
Jahre Erfahrung ISO 10993
50+
BEP/BER begleitet
Produktspezifische Begründungslogik
Statt generischer Testlisten
NEU · NOV. 2025   ISO 10993-1:2025 veröffentlicht – handeln Sie jetzt:

Die sechste Ausgabe der ISO 10993-1 (November 2025) bringt neue Anforderungen: vorhersehbarer Fehlgebrauch in der Gefährdungsanalyse, präzisere kumulative Expositionsberechnung und stärkere ISO-14971-Integration. Bestehende BEPs können betroffen sein.

Biologische Sicherheit bei Metecon: produktspezifische Strategie statt generischer Testliste

Biologische Sicherheit ist ein zentraler Baustein des Sicherheits- und Leistungsnachweises und damit unmittelbar patientenrelevant. Der Unterschied liegt in der Herangehensweise: Metecon entwickelt keine generischen Testlisten, sondern produktspezifische Biokompatibilitätsstrategien mit klarer Begründungslogik: konsistent aufgebaut von der Materialauswahl über Herstellprozesse bis zur toxikologischen Risikobewertung. Ziel ist ein belastbarer Biokompatibilitätsnachweis ohne unnötige Tests und ohne Lücken.

3 typische Herausforderungen bei der Biologischen Bewertung – und wie Metecon sie löst

Herausforderung 1 · Teststrategie

Die Teststrategie ist unklar oder überdimensioniert

Hersteller investieren in Tests, die regulatorisch nicht notwendig sind – oder übersehen relevante biologische Effekte, was bei der Bewertung durch die Benannte Stelle zu Rückfragen und Nachforderungen führt.

Metecon-Lösung: Produktspezifische Prüfstrategie mit klarer Begründungslogik – jeder biologische Effekt ist datenbasiert hergeleitet, kein Test ist überflüssig.

Herausforderung 2 · Datenlücken

Material- und Prozessdaten sind lückenhaft

Bewertungen werden unsicher; Lieferantenwechsel oder Prozessänderungen lösen aufwändige Neubewertungen aus, weil die Ausgangsbasis fehlt.

Metecon-Lösung: Material-Gap-Analyse und strukturierte Datenbasis – belastbar auch bei Lieferanten- und Prozessänderungen.

Herausforderung 3 · Konsistenz

Bewertungen passen nicht konsistent zu Risiko, Zweckbestimmung und Materialien

Inkonsistenzen zwischen Biologischer Bewertung, Risikomanagement und Zweckbestimmung erzeugen Rückfragen und Nacharbeit im Assessment.

Metecon-Lösung: Durchgängige Konsistenz zwischen BEP/BER, Risikomanagementakte, Zweckbestimmung und Materialdaten – mit nachvollziehbarer Rückverfolgbarkeit.

Biologische Sicherheit und Biokompatibilität: Warum ISO 10993 Pflicht ist

Jedes Medizinprodukt mit Körperkontakt muss die Biologische Sicherheit nachweisen. Datenblätter reichen nicht – ISO 10993 fordert einen systematischen, risikobasierten Bewertungsprozess.

Biologische Sicherheit

Oberbegriff: Das Medizinprodukt darf bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine unzumutbaren biologischen Risiken verursachen. Grundlegende Sicherheits- und Leistungsanforderung nach MDR Anhang I Nr. 10 – gilt für alle Medizinprodukte mit direktem oder indirektem Körperkontakt, unabhängig von der Risikoklasse.

Biokompatibilität

Spezifischer Teil der Biologischen Sicherheit: Verträglichkeit des Materials und Produkts mit biologischen Systemen. Ein biokompatibles Produkt verursacht keine toxischen, immunogenen, mutagenen oder karzinogenen Reaktionen. Der Nachweis erfolgt nach ISO 10993-1 durch einen risikobasierten Bewertungsprozess – primär über Materialcharakterisierung, chemische Analyse, biologische Tests und toxikologische Risikobewertung.

Kontaktkategorisierung nach ISO 10993-1:

Welche biologischen Endpunkte geprüft werden müssen, hängt von zwei Faktoren ab:

  • Kontaktart direkt/indirekt (Oberfläche, Eindringen, Implantation)

  • Kontaktdauer (kurzzeitig <24h, verlängert 24h–30 Tage, langzeitig >30 Tage)

Diese Kategorisierung ist das erste Ergebnis des Biological Evaluation Plan (BEP) und bestimmt den gesamten Prüfumfang.

In 5 Schritten zur reviewfähigen Biokompatibilitätsakte

1

BEP erstellen
Kategorisierung, biologische Effekte, Prüfstrategie
2

Materialcharakterisierung inkl. chemischer Charaktierisierung
Werkstoffe, Zusammensetzung, Datenbasis 
3

Chemische Analysen
(falls erforderlich)
Risikobasiert, Daten für TRA/BER
4

TRA (ISO 10993-17)
Toxikologische Risikobewertung 
(initial & Update)
5

BER
 Gesamtbewertung, Nachweise, Rückverfolgbarkeit

Biokompatibilität: Unser Ansatz

Metecon verfolgt bevorzugt tierversuchsarme Prüfstrategien auf Basis von Materialcharakterisierung, chemischer Charakterisierung und toxikologischer Risikobewertung. Die aktuelle ISO 10993-1 sowie die FDA-Guidance zum „3R"-Prinzip (Reduce, Replace, Refine) unterstützen diesen risikobasierten Ansatz ausdrücklich. So lassen sich biologische Nachweise in vielen Projekten ohne zusätzliche Tierversuche erbringen.


Materialcharakterisierung nach ISO 10993-18 Toxikologische Risikobewertung ISO 10993-173R-Ansatz FDA Guidance 2023Literaturdaten-gestützt

Unser Leistungsspektrum: Von der Materialauswahl bis zur Schnittstellen-Konsistenz

  • Strategische Unterstützung von Anfang an

    Unterstützung bei der Auswahl biokompatibler Materialien in der Designphase. Erstellung des Biological Evaluation Plan (BEP) inklusive Risikobewertung, Literaturrecherche-Strategie, Normen-Kategorisierung und Definition der biologischen Effekte. Integration länderspezifischer Anforderungen und produktspezifischer Normen – z. B. für Dentalprodukte, gasführende Systeme oder Intraokularlinsen.

  • Chemische & biologische Prüfstrategien

    Planung und Auswahl geeigneter Prüfmethoden und Labore (ISO 17025 / GLP). Bewertung von Akkreditierungen und Zertifizierungen. Auswahl spezialisierter Prüflabore – etwa für gasführende Produkte oder Intraokularlinsen. So entsteht eine Prüfstrategie, die regulatorisch belastbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.

  • Bewertung & Risikobeurteilung

    Integration von Prüfergebnissen und Literaturdaten in den Biological Evaluation Report (BER). Toxikologische Risikobewertung nach ISO 10993-17 für kritische Substanzmengen. Ableitung notwendiger Zusatztests bei neuen Risiken oder Datenlücken. Bewertung präklinischer Daten inklusive Verifizierungs- und Validierungsdaten für die Biologische Bewertung.
    .

  • Schnittstellen-Kompetenz inklusive

    Enge Abstimmung mit Risikomanagement, Technischer Dokumentation, Verifizierung/Validierung sowie Sterilisations-, Verpackungs- und Aufbereitungsprozessen. Entwicklung und Bewertung von Aufbereitungs- und Hygienekonzepten nach ISO 17664-1/-2. Einordnung sterilitätsbezogener Nachweise, z. B. zur EO-Sterilisation nach ISO 11135 und zu EO-/ECH-Rückständen nach ISO 10993-7.

NEU: ISO 10993-1:2025  Biologische Äquivalenz: Das neue Konzept der sechsten Ausgabe:

ISO 10993-1:2025 führt das Konzept der biologischen Äquivalenz als formalisierten Bewertungsansatz ein: Hersteller können die Biokompatibilität eines neuen Produkts auf Basis eines bereits bewerteten Referenzprodukts nachweisen – wenn Materialien, Herstellungsprozess, Sterilisationsverfahren und Kontaktkategorisierung nachweislich vergleichbar sind. Das kann den Prüfaufwand reduzieren. Metecon bewertet im BEP, ob biologische Äquivalenz für Ihr Produkt argumentierbar ist – und erstellt die normkonforme Argumentation.

BEP, BER und TRA: Die drei Kerndokumente Ihrer Biokompatibilitätsakte

Biological Evaluation Plan, Biological Evaluation Report und Toxicological Risk Assessment sind Kernbestandteile der biologischen Bewertung nach ISO 10993. Metecon erstellt alle drei vollständig und für Benannte Stellen vorbereitet.

Unsere Leistungen auf einen Blick

Biological Evaluation Plan (BEP)

BEP nach ISO 10993-1:2025: Kontaktkategorisierung, biologische Effekte, Prüfstrategie, Akzeptanzkriterien. Einbindung biologischer Risiken in den bestehenden Risikomanagement-Prozess.

Biological Evaluation Report (BER)

Abschlussdokument der Biokompatibilitätsbewertung – alle Daten, Testergebnisse und Schlussfolgerungen konsolidiert und für Benannte-Stellen-Reviews vorbereitet.

Toxicological Risk Assessment (TRA)

ISO 10993-17: Tolerable Intake (TI) ableiten, Exposition quantifizieren, toxikologische Effekte bewerten – durch qualifizierte Toxikologen.

Chemische Charakterisierung (ISO 10993-18)

Extractables & Leachables (E&L) Analyse: Identifikation und Quantifizierung relevanter Substanzen als Basis für die toxikologische Risikobewertung.

Externe Laborkoordination

Laborstrategie, Auswahl GLP-akkreditierter Prüfinstitute, Koordination, Ergebnisbewertung und Integration in die Technische Dokumentation.

Biokompatibilitätsbewertung für Medizinprodukte nach MDR und IVD nach IVDR

BEP, BER, TRA, chemische Charakterisierung und externe Laborkoordination – vollständig nach ISO 10993-1:2025, MDR, IVDR Anhang I und FDA Guidance 2023.

ISO 10993-1:2025 – NOVEMBER 2025   Was die neue Norm für Ihre Dokumentation bedeutet:

Die sechste Ausgabe verankert drei neue Schwerpunkte: (1) Vorhersehbarer Fehlgebrauch muss in der Gefährdungsanalyse biologischer Risiken explizit berücksichtigt werden. (2) Kumulative Exposition bei intermittierender Nutzung wird präziser berechnet. (3) Die Integration mit ISO 14971 wird noch stärker verankert. Metecon führt Ihre BEP-Gap-Analyse durch.

BEP, BER und TRA: Kernbestandteile der Biologischen Bewertung

Die MDR verlangt, dass Hersteller Risiken aus dem Kontakt des Produkts mit dem menschlichen Körper systematisch bewerten und beherrschen (MDR Anhang I, Artikel 10). In der Praxis wird die Biologische Bewertung häufig entlang der ISO-10993-Normenreihe strukturiert, wobei auch weitere produktspezifische Normen zur Biokompatibilität Anwendung finden können.

BEP, BER und TRA sind dabei typische Dokumente, um Vorgehen und Ergebnisse nachvollziehbar zu machen:
–  BEP (Biological Evaluation Plan): Systematische Bewertung biologischer Risiken und Datenlücken,
–  BER (Biological Evaluation Report): Fundierte Gesamtbewertung der Biokompatibilität für den vorgesehenen Einsatz,
–  TRA nach ISO 1099317: Toxikologische Risikobewertung relevanter Stoffe und Expositionen.

BEP, BER und TRA: Unser vollständiger Leistungsumfang

Biological Evaluation Plan (BEP) nach ISO 10993-1:2025

Erstellung des BEP nach ISO 10993-1:2025: Produkt- und Anwendungskontext, Material- und Stoffbasis (bei Bedarf als separates Dokument zur Materialcharakterisierung), Kontaktkategorisierung (Art und Dauer), Identifizierung relevanter biologischer Effekte, risikobasierte Prüfstrategie mit Begründung tierversuchsfreier Alternativen, Akzeptanzkriterien sowie Verknüpfung zum Risikomanagement nach ISO 14971. Der BEP ist ein zentraler Bestandteil der biologischen Bewertung im Rahmen der Konformitätsbewertung und wird typischerweise früh im Verfahren erstellt. Er legt außerdem fest, ob eine Argumentation über biologische Äquivalenz zu einem Referenzprodukt belastbar ist und wo zusätzliche Prüfungen erforderlich sind. Metecon erstellt BEPs für alle Risikoklassen und eine breite Palette von Produkttypen.

Gap-Analyse bestehender Biokompatibilitätsakten

Prüfung vorhandener BEPs und BERs gegen die Anforderungen der ISO 10993-1:2025, MDR/IVDR Anhang I und aktuelle FDA Guidance: fachliche Bewertung mit Handlungsempfehlungen. Besonders relevant: Konformität mit der neuen sechsten Ausgabe (Nov. 2025) und FDA Final Guidance (Sep. 2023).

Literaturrecherche und Materialcharakterisierung

Systematische Literaturdatenrecherche zu Materialien, Prozesschemikalien und den entsprechenden Inhaltsstoffen, als Basis eines tierversuchsfreien Ansatzes. Bewertung vorhandener Datenblätter, Konformitätszertifikate und Rohstoffdokumentation auf ihre Aussagekraft für die Biokompatibilitätsbewertung.

Biological Evaluation Report (BER) – vollständige Biokompatibilitätsakte

Der BER ist das Abschlussdokument der gesamten Biokompatibilitätsbewertung und fasst alle Aktivitäten und Ergebnisse konsolidiert zusammen: Materialcharakterisierung, Literaturdaten zu Materialien und Leachables, chemische Charakterisierungsergebnisse (ISO 10993-18), toxikologische Risikobewertung (TRA nach ISO 10993-17), Labortestergebnisse mit Bewertung und Gesamtschlussfolgerung zur biologischen Sicherheit. Der BER ist für Benannte Stellen-Reviews vorbereitet und enthält eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der biologischen Nachweise. Bei Produktänderungen bewertet Metecon die Auswirkung auf die biologische Bewertung und dokumentiert, ob die bestehende Bewertung weiterhin gültig ist oder ob BEP, BER und ggf. die TRA angepasst werden müssen.

Toxicological Risk Assessment (TRA) nach ISO 10993-17

Toxikologische Risikobewertung durch qualifizierte Toxikologen: toxikologisch abgeleitete Referenzwerte bzw. tolerierbare Aufnahmemengen oder andere geeignete toxikologische Vergleichswerte gemäß ISO 10993-17 herleiten, die Exposition in Abhängigkeit von Kontaktart und -dauer quantifizieren, Sicherheitsabstände berechnen und die Risikocharakterisierung dokumentieren. ISO 10993-17 fordert explizit qualifizierte Toxikologen – mangelnde Expertise der bewertenden Person ist einer der häufigsten Auditabweichungsgründe. Metecon arbeitet mit zertifizierten Toxikologen und nutzt anerkannte, regelmäßig aktualisierte Fachdatenbanken für die Substanzbewertung. Die TRA ist ein wesentlicher Teil der gesamten biologischen Bewertung und bildet die Grundlage für weiteren Testbedarf oder für eine abschließende positive Gesamtbewertung.

Schnelle Hilfe bei Rückfragen der Benannten Stelle zur Biokompatibilität

Rückfragen der Benannten Stelle zu BEP, BER oder TRA innerhalb kürzester Zeit adressiert – von Biokomp-Spezialist:innen mit direkter Kommunikationserfahrung mit Benannten Stellen.

ISO 10993-18 Chemische Charakterisierung: E&L-Analyse statt Tierversuch

Die chemische Charakterisierung nach ISO 10993-18 identifiziert relevante Substanzen im Produkt. Durch chemische Analysen werden diese produktspezifisch quantifiziert – bildet die Grundlage für die TRA ohne Tierversuche.

ISO-10993-Normenreihe: Welche Teile für Ihr Produkt gelten

Der BEP legt fest, welche Teile der ISO 10993 für Ihr spezifisches Produkt relevant sind. Für Medizinprodukte mit gasvermitteltem Atemwegskontakt wie Beatmungsschläuche, Atemmasken und Gasweg-Komponenten gilt die ISO-18562-Normenreihe zusätzlich zur Normenreihe ISO 10993.

Die wichtigsten Subnormen der ISO 10993 im Überblick:

  • ISO 10993-1:2025 – Rahmenwerk

    Kategorisierung, Effekte, Prüfstrategie – Grundlage aller Biokompatibilitäts-Bewertungen

    EN ISO 10993-1:2025– Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 1: Anforderungen und allgemeine Grundsätze für die Beurteilung der biologischen Sicherheit im Rahmen eines Risikomanagementsystems

    Ziel ist die systematische Auswahl und Bewertung geeigneter Prüfungen basierend auf Art, Dauer und Kontakt des Medizinprodukts mit dem Körper – Grundlage aller Biokompatibilitäts-Bewertungen.

  • ISO 10993-5 – Zytotoxitzität

    In-vitro-Zytotoxizitätstest – häufigster Ersttest für neue Materialien

    EN ISO 10993-5:2009/A11:2025 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 5: Prüfungen auf In-vitro-Zytotoxizität

    Ziel ist die Beurteilung möglicher schädlicher Effekte auf Zellen durch freigesetzte Substanzen oder Materialien – häufigster Ersttest sowohl für neue Materialien als auch Routine-Screening

  • ISO 10993-10 – Sensibilisierung

    Hautsensibilisierungspotenzial – besonders bei wiederkehrendem als auch bei Dauerkontakt

    EN ISO 10993-10:2023 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 10: Prüfungen auf Hautsensibilisierung

    Ziel ist die Beurteilung des Risikos allergischer Reaktionen infolge wiederholten Hautkontakts.

  • ISO 10993-23 – Irritation

    Hautirritationstest mit 3D-Hautmodellen (In-vitro-Alternative)

    EN ISO 10993-23: 2021 + A1:2025 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 23: Prüfungen auf Irritation

    Ziel ist die Beurteilung lokaler Reaktionen wie Rötung, Schwellung oder Gewebeschädigung infolge des Kontakts mittels Hautirritationstest mit 3D-Hautmodellen (In-vitro-Alternative).

  • ISO 10993-17 – Toxikologische Bewertung

    Tolerable Intake (TI) ableiten, Exposition quantifizieren, Sicherheitsmarge berechnen – nur durch qualifizierte Toxikologen

    EN ISO 10993-17:2023 + A1:2025 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 17: Toxikologische Risikobewertung von Medizinproduktbestandteilen

    Ziel ist die toxikologische Bewertung und Ableitung sicherer Grenzwerte auf Basis der ermittelten Exposition – nur durch qualifizierte Toxikologen.

  • ISO 10993-18 – Chemische Charakterisierung

    EN ISO 10993-18:2020 + A1:2023 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 18: Chemische Charakterisierung von Werkstoffen für Medizinprodukte im Rahmen eines Risikomanagementsystems.

    Ziel ist die Bewertung potenzieller toxikologischer Risiken auf Basis der chemischen Zusammensetzung und Exposition – Basis für tierversuchsfreien Ansatz.

  • ISO 10993-6 – Implantationseffekte

    Makroskopische und mikroskopische Bewertung bei Implantaten.

    EN ISO 10993-6:2016 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 6: Prüfungen auf lokale Effekte nach Implantationen.

    Ziel ist die Beurteilung von Reizungen, Entzündungen und Gewebeveränderungen am Implantationsort.

  • ISO 10993-11 – Systemische Toxizität

    Akute und chronische systemische Toxizität für Implantate und Medizinprodukte mit Langzeitkontakt.

    EN ISO 10993-11:2018 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 11: Prüfungen auf systemische Toxizität.

    Ziel ist die Beurteilung von akuten, subakuten und subchronischen toxischen Wirkungen auf den gesamten Organismus.

  • ISO 10993-4 – Hämokompatibilität

    Blut-kontaktierende Produkte: Hämatologie- und Thrombosetests.

    EN ISO 10993-4: 2017 + A1:2025 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 4: Auswahl von Prüfungen zur Wechselwirkung mit Blut.

    Ziel ist die Beurteilung von Risiken wie Thrombose, Hämolyse oder Aktivierung von Blutbestandteilen durch das Produkt.

  • ISO 10993-3 - Genotoxizität

    Erbgutverändernde Wirkung – bei Langzeit- oder Implantatkontakt.

    EN ISO 10993-3:2014 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 3: Prüfungen auf Gentoxizität, Karzinogenität und Reproduktionstoxizität.

    Identifizierung und Bewertung möglicher DNA‑Schäden und Langzeitrisiken durch freigesetzte Substanzen.

  • ISO 10993-12 – Probenaufbereitung

    Extraktionsmethodik und -parameter – kritisch für Aussagekraft & Reproduzierbarkeit der Tests.

    EN ISO 10993-12:2021 + A1:2025 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 12: Probenvorbereitung und Referenzmaterialien.

    Ziel ist die standardisierte und reproduzierbare Gewinnung von Prüflösungen (Extrakte) als Basis für die weitere Bewertung.

  • FDA Guidance (09/2023) zu ISO 10993-1 – Zusätzliche FDA-Erwartungen für US-Einreichungen

    Anhang G (Hautkontakt), zusätzliche Effekte, unterschiedliche ISO 10993-1 Anerkennung.

    FDA Use of International Standard ISO 10993-1, "Biological evaluation of medical devices - Part 1: Evaluation and testing within a risk management process" – US-Marktanforderungen (09/2023)

    Die FDA‑Leitlinie konkretisiert die Anwendung von ISO 10993‑1 im Rahmen der biologischen Bewertung von Medizinprodukten für den US‑Markt. Ziel ist die risikobasierte Auswahl, Begründung und Bewertung von Prüfungen unter Berücksichtigung regulatorischer Erwartungen und vorhandener Daten.
     

  • ISO 10993-7 – EO-Sterilisationsrückstände

    EO-Sterilisation (gemäß ISO 11135) bzw. deren Rückstände können die Biokompatibilität beeinflussen – Sterilisationsrückstände müssen in spezifischen Analysen gemäß ISO 10993-7 bestimmt und bewertet werden.

    EN ISO 10993-7:2008 + AC:2009 + A1:2022 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 7: Ethylenoxid-Sterilisationsrückstände.

    EO-Sterilisation (gemäß ISO 11135); Rückstände können die Biokompatibilität beeinflussen – Ziel ist die Begrenzung und toxikologische Bewertung von EO‑, ECH‑ und EG‑Rückständen zur Sicherstellung der Patientensicherheit.

Externe Prüflaboratorien: GLP-konform, koordiniert, regulatorisch belastbar

Metecon übernimmt die vollständige Laborkoordination: Prüfstrategie, Auswahl geeigneter Prüfinstitute, Probenmanagement, Ergebnisbewertung und biologische Nachweisführung nach ISO 10993.

Externe Prüflabore: Strategie, Auswahl und Koordination

  • Was Metecon als Koordinator übernimmt

    Laborstrategie entwickeln (welche Tests wirklich notwendig sind – häufig weniger als gedacht) · GLP-konforme Labore aus akkreditiertem Netzwerk auswählen · Prüfspezifikationen und Probenaufbereitung nach ISO 10993-12 festlegen · Probenversand koordinieren · Ergebnisse fachlich bewerten und in BER integrieren · Kommunikation Labor ↔ Hersteller vollständig übernehmen. Für besonders anspruchsvolle Fragestellungen organisiert Metecon auf Wunsch Ringversuche zur Qualitätssicherung der Labordaten – damit Sie bei Benannten-Stellen-Audits bestmöglich abgesichert sind. Wo In-vivo-Tests regulatorisch unvermeidbar sind (z.B. chronische systemische Toxizität, Implantationseffekte Klasse III), koordiniert Metecon diese über GLP-akkreditierte Prüfinstitute.

  • Zytotoxizität (ISO 10993-5)

    Zytotoxizitätstests (z.B. L929-Fibroblasten) bei qualifizierten Prüflaboratorien.

    Irritation (ISO 10993-23):
    Irritationstests (z. B. in-vitro 3DHautmodelle nach ISO 10993-23) bei qualifizierten Prüflaboratorien – in der Regel ohne Tierversuche.

    • E&L-Analyse (ISO 10993-18)

      Chemische Analysen für organische E&Ls (Extractables & Leachables) : LC-MS, GC-MS, AET-Berechnung (Analytical Evaluation Threshold), Identifikation und Quantifizierung aller Substanzen oberhalb des AET.

      Chemische Analysen für anorganische E&Ls: ICP-MS, Identifikation und Quantifizierung mittels Target Analysen auf anorganische Elemente

    • Hämokompatibilität (ISO 10993-4)

      Blut-kontaktierende Produkte: Hämatologie- und Thrombosetests

      EN ISO 10993-4: 2017 + A1:2025– Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 4: Auswahl von Prüfungen zur Wechselwirkung mit Blut. 

      Ziel ist die Beurteilung von Risiken wie Thrombose, Hämolyse oder Aktivierung von Blutbestandteilen durch das Produkt.

Material Compliance, Sterilisation und Wiederaufbereitung: Erweiterte Kompetenzfelder

Biokompatibilität endet nicht beim Rohstoff-Datenblatt. Herstellungsprozesse, Sterilisationsverfahren und Prozesschemikalien beeinflussen die biologischen Eigenschaften des Endprodukts – ISO 10993-1:2025 fordert explizit eine Betrachtung.

Material Compliance: REACH, SVHCs und Prozesschemikalien

Die Biokompatibilität beginnt bei der Materialauswahl. ISO 10993-1:2025 fordert explizit die Berücksichtigung von Herstellungsprozessen und Prozesschemikalien. Metecon unterstützt bei der systematischen Material Compliance: REACH-konforme Materialauswahl, SVHC-Screening (Substances of Very High Concern), Lieferantendaten-Management und Prozesschemikalien-Bewertung. Besonders relevant: Reinigungsrückstände, Trennmittel und Beschichtungen, die vorab identifiziert werden müssen, um Leachables in der E&L-Analyse zuzuordnen.

Aufbereitbare Medizinprodukte und ISO 17664-1 und ISO 17664-2

Bei aufbereitbaren Produkten (z. B. Endoskope, chirurgische Instrumente) muss die biologische Sicherheit nach Aufbereitung nachgewiesen werden: Materialbeständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln und Desinfektionsmitteln, Nachweis vollständiger Entfernung biologischer Kontamination und Beibehaltung der Biokompatibilität nach definierten Aufbereitungszyklen. Metecon erstellt das Biokompatibilitäts-Konzept für aufbereitbare Produkte und koordiniert Aufbereitungsvalidierungen, gemäß zutreffender Norm.

flagge-amerika

FDA Guidance vs. MDR: Was für den US-Markt zusätzlich gilt

Die FDA erkennt ISO 10993-1:2018 nur teilweise an. Anhang G (Hautkontakt), zusätzliche Endpunkte für bestimmte Kategorien und andere Akzeptanzgrenzen unterscheiden sich von der EU-Anforderung. Metecon erstellt dual-konforme Dokumentationen für EU und USA.

Die FDA übernimmt ISO 10993-1 nicht vollständig, sondern konkretisiert deren Anwendung durch eigene Leitlinien. Insbesondere Attachment G (Hautkontakt), angepasste Endpunktanforderungen sowie abweichende Bewertungsansätze führen zu Unterschieden gegenüber der typischen EU-Anwendung.

Die ISO 10993-1:2025 ist (teilweise) von der FDA anerkannt; für die bisherige Version gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2029.

Normen & Leitlinien: Biologische Sicherheit Medizinprodukte MDR

  • MDR (EU) 2017/745 – Anhang I Abschnitt 10 und 11: Biologische Sicherheit als GSPR-Pflicht
  • EN ISO 10993-1:2025 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 1: Anforderungen und allgemeine Grundsätze für die Beurteilung der biologischen Sicherheit im Rahmen eines Risikomanagementsystems (Rahmenwerk, was die Anwendung weiterer Normen bestimmt, Stand der Technik)
  • EN ISO 10993-17:2023 + A1:2025 - Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 17: Toxikologische Risikobewertung von Medizinproduktbestandteilen
  • EN ISO 10993-18:2020 + A1:2023 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 18: Chemische Charakterisierung von Werkstoffen für Medizinprodukte im Rahmen eines Risikomanagementsystems
  • FDA Use of International Standard ISO 10993-1, "Biological evaluation of medical devices - Part 1: Evaluation and testing within a risk management process" – US-Marktanforderungen
  • EN ISO 14971:2019 + A11:2021 – Medizinprodukte - Anwendung des Risikomanagements auf Medizinprodukte
  • EN ISO 11135:2014 + A1:2019 – Sterilisation von Produkten für die Gesundheitsfürsorge - Ethylenoxid - Anforderungen an die Entwicklung, Validierung und Lenkung der Anwendung eines Sterilisationsverfahrens für Medizinprodukte
  • EN ISO 10993-7:2008 + AC:2009 + A1:2022 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 7: Ethylenoxid-Sterilisationsrückstände
  • EN ISO 11137-2:2015 + A1:2023 – Sterilisation von Produkten für die Gesundheitsfürsorge - Strahlen - Teil 2: Festlegung der Sterilisationsdosis
  • EN ISO 11607-1:2020 + A1:2023 – Verpackungen für in der Endverpackung zu sterilisierende Medizinprodukte - Teil 1: Anforderungen an Materialien, Sterilbarrieresysteme und Verpackungssysteme
  • EN ISO 17664-1:2021 – Aufbereitung von Produkten für die Gesundheitsfürsorge - Vom Medizinprodukt-Hersteller bereitzustellende Informationen für die Aufbereitung von Medizinprodukten - Teil 1: Kritische und semi-kritische Medizinprodukte
  • EN ISO 17664-2:2023 – Aufbereitung von Produkten für die Gesundheitsfürsorge - Vom Medizinprodukt-Hersteller bereitzustellende Informationen für die Aufbereitung von Medizinprodukten - Teil 2: Unkritische Medizinprodukte

IVDR und Biokompatibilität: Was IVDR Anhang I fordert

Analog zur MDR hat auch die IVDR in Anhang I Sicherheits- und Leistungsanforderungen an das IVDs in Bezug auf dessen chemische, physikalische und biologische Eigenschaften.

Normen & Leitlinien: Biologische Sicherheit IVD

  • IVDR (EU) 2017/746 – Anhang I Nr. 10.2: Biologische Sicherheit für IVD
  • EN ISO 10993-1:2025 – Biologische Beurteilung von Medizinprodukten - Teil 1: Anforderungen und allgemeine Grundsätze für die Beurteilung der biologischen Sicherheit im Rahmen eines Risikomanagementsystems

Klare Norm-Abgrenzung im BEP

Metecon klärt verbindlich, welche Norm für Ihr IVD gilt – und verhindert teure unnötige Tests.

Anwendung der ISO 10993 bei IVD

1

IVD mit direktem Körperkontakt

Blutentnahmeröhrchen, Katheter, Wunden-Diagnostik: ISO 10993 gilt vollständig. Kontaktkategorisierung (Art, Dauer, Intensität) bestimmt die erforderlichen Tests.

2

IVD ohne direkten Patientenkontakt

Laborgeräte, Reagenzien: ISO 10993 eingeschränkt oder nicht anwendbar. Biokompatibilität muss aber für Arbeitsmittel-Aspekte berücksichtigt werden.

IVDR-spezifische Aspekte der Biologischen Sicherheit

Kontaktkategorisierung für IVD nach ISO 10993-1

Blut-kontaktierende IVD (z.B. Entnahmeröhrchen, Kapillaren): kurzeitiger Kontakt – typischerweise Zytotoxizität, Hämokompatibilität, Sensibilisierung erforderlich. IVD ohne Körperkontakt: minimale oder keine Biokompatibilitätsprüfung. Metecon klärt im BEP klar, was für Ihr IVD gilt – und was nicht.

Hämokompatibilität für Blut-kontaktierende IVD

ISO 10993-4: Hämatologie- und Thrombosetests für IVD, die mit menschlichem Blut in Kontakt kommen. Relevant für Entnahmeröhrchen, Antikoagulanzien-Systeme, mikrofluidische IVD-Kartuschen und alle Blut-berührenden Komponenten.

Biokompatibilität von Atemgaswegen – die Normenreihe ISO 18562

Für Medizinprodukte mit gasvermitteltem Atemwegskontakt gilt die ISO 18562 Normenreihe zusätzlich zur Normenreihe ISO 10993. Metecon bewertet im BEP den genauen Anwendungsbereich und verhindert unnötige Doppelprüfungen. 

ISO 18562: Biologische Sicherheit bei gasvermitteltem Atemwegskontakt

ISO 18562 (harmonisiert seit 2026) besteht aus vier Teilen und gilt immer dann, wenn Medizinprodukte nicht nur direkten Körperkontakt haben, sondern auch auf den Atemweg einwirken, wie Beatmungsschläuche, Atemmasken und Gasweg-Komponenten . 

Beurteilung der Biokompatibilität der Atemgaswege bei medizinischen Anwendungen

ISO 18562: Die vier Teile der Atemwegsnorm

ISO 18562-1 

Beurteilung und Prüfung innerhalb eines Risikomanagement-Prozesses

Übergeordneter Teil – immer anwendbar. ISO 18562‑1 legt den allgemeinen Rahmen für die biologische Bewertung von Atemgaspfaden in medizinischen Geräten fest.

Ziel ist die Definition von Risikobewertung, Prüfstrategie und Auswahl geeigneter Tests für potenzielle inhalative Expositionen. 

ISO 18562-2 

Prüfungen für Emissionen von Partikeln

ISO 18562‑2 beschreibt die Bestimmung und Bewertung von Partikelemissionen im Atemgasstrom.

Ziel ist die Beurteilung des Risikos durch eingeatmete feste Partikel aus dem Gaspfad. 

ISO 18562-3 

Prüfungen für Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) 

ISO 18562‑3 behandelt die Bestimmung und Bewertung flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) im Atemgasstrom.

Ziel ist die toxikologische Bewertung der Exposition gegenüber gasförmigen Schadstoffen. 

ISO 18562-4 

Prüfungen für herauslösbare Substanzen in Kondensaten 

ISO 18562‑4 beschreibt die Bestimmung und Bewertung nicht‑flüchtiger (kondensierbarer) Substanzen im Atemgasstrom medizinischer Geräte.

Ziel ist die toxikologische Bewertung der Exposition durch eingeatmete Rückstände aus dem Gaspfad. 

ISO 18562 sicher berücksichtigt

Metecon bewertet im BEP, ob und welche Teile der ISO 18562 für Ihr Produkt gelten – und vermeidet unnötige Doppelprüfungen.

ISO 10993 vs. ISO 18562 – die richtige Norm wählen:

Für Medizinprodukte mit direktem Patientenkontakt gilt ISO 10993. Bei gasvermitteltem Atemwegskontakt (ohne direkten Körperkontakt) gilt ISO 18562. Wenn beides zutrifft: beide Normen. Metecon klärt im BEP, welche Normen für Ihr Produkt relevant sind.

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Dr. Carolin Schilpp

Team Lead Biological Safety · Metecon GmbH

Dr. Carolin Schilpp leitet bei Metecon das Team Biological Safety. Schwerpunkte: produktspezifische Biokompatibilitätsstrategien nach ISO 10993-1, Erstellung von Biological Evaluation Plan (BEP) und Biological Evaluation Report (BER), toxikologische Risikobewertung nach ISO 10993-17, chemische Charakterisierung nach ISO 10993-18, ISO 18562 für Atemwegskontakt sowie Aufbereitungskonzepte nach ISO 17664. Carolin und ihr Team begleiten Hersteller von der Materialauswahl in der Designphase über die Prüfstrategie bis zur konsistenten Schnittstelle mit Risikomanagement, Technischer Dokumentation und V&V – mit klarer Begründungslogik statt generischer Testlisten.

„Wir entwickeln keine generischen Testlisten, sondern produktspezifische Biokompatibilitätsstrategien mit klarer Begründungslogik. Ziel ist ein belastbarer Biokompatibilitätsnachweis – ohne unnötige Tests und ohne belastbare Lücken."

Dr. Carolin Schilpp, Team Lead Biological Safety, Metecon

Häufige Fragen zur Biologischen Bewertung nach ISO 10993

Wann sollte eine Biokompatibilitätsstrategie nach ISO 10993-1 in der Produktentwicklung vorliegen?

Idealerweise früh in der Entwicklung – bei den ersten Material- und Prozessentscheidungen. Wer die Biokompatibilitätsstrategie erst kurz vor der Zulassung aufsetzt, riskiert teure Nachtests, unnötige Prüfungen oder fehlende biologische Effekte. Eine frühzeitige produktspezifische Strategie nach ISO 10993-1 stellt sicher, dass die Materialauswahl, die Prüfstrategie und die toxikologische Risikobewertung von Anfang an konsistent aufgebaut sind. Metecon unterstützt bereits bei der Auswahl biokompatibler Materialien in der Designphase.

Wie bleibt die Biologische Bewertung bei Materialwechseln oder Prozessänderungen konsistent?

Materialwechsel, Lieferantenwechsel oder Prozessänderungen lösen oft aufwendige Neubewertungen aus – besonders dann, wenn die Ausgangsbasis lückenhaft dokumentiert ist. Der Schlüssel ist eine strukturierte Datenbasis: Wenn Materialdaten, chemische Charakterisierung und toxikologische Bewertung von Anfang an nachvollziehbar verknüpft sind, lässt sich bei Änderungen gezielt bewerten, was neu geprüft werden muss – und was bestehen bleibt. Metecon baut die Biologische Bewertung so auf, dass sie bei Änderungen belastbar weitergeführt werden kann, und stimmt sich eng mit dem Risikomanagement ab.

Woran erkennt man, ob ein Biologischer Bewertungsbericht belastbar ist?

Drei Indikatoren: (1) Jeder geprüfte – und jeder NICHT geprüfte – biologische Effekt ist mit einer klaren Begründungslogik hergeleitet. (2) Die Bewertung ist konsistent mit Risikomanagement, Zweckbestimmung und Materialien. (3) Datenlücken sind benannt und mit einer Strategie zur Schließung versehen, statt übergangen zu werden. Ein belastbarer BER hält der Bewertung der Benannten Stelle stand, ohne Rückfragen wegen unbegründeter Tests oder fehlender biologische Effekte auszulösen. Metecon prüft die Belastbarkeit im Rahmen einer Material- und BER-Gap-Analyse.

Wann kann auf einzelne Prüfungen nach ISO 10993 verzichtet werden?

Auf einzelne Prüfungen kann verzichtet werden, wenn sich die biologische Sicherheit für den betreffenden biologischen Effekt anders belastbar nachweisen lässt – etwa über chemische Charakterisierung und ggf. Analysen nach ISO 10993-18 mit anschließender toxikologischer Risikobewertung nach ISO 10993-17, über vorhandene Literaturdaten oder über das Konzept der biologischen Äquivalenz (ISO 10993-1:2025). Entscheidend ist die nachvollziehbare Begründungslogik: Jeder Verzicht muss im BEP/BER dokumentiert und begründet sein. So entsteht ein Biokompatibilitätsnachweis ohne unnötige Tests – aber auch ohne Lücken.

Wie hängen Biologische Bewertung und Risikomanagement zusammen?

Die Biologische Bewertung ist ein integraler Bestandteil des Risikomanagements nach ISO 14971: Identifizierte biologische Risiken, Residualrisiken, risikomindernde Maßnahmen und deren Begründung müssen zwischen BER und Risikoakte konsistent sein. ISO 10993-1:2025 verankert diese Integration noch stärker. Ein inkonsistenter BER erzeugt Lücken, die sich später im Konformitätsbewertungsverfahren oder bei Änderungen rächen. Metecon stellt sicher, dass biologische Risiken, Zweckbestimmung und Materialdaten konsistent in das Risikomanagement und die Klinische Bewertung einfließen.

Wie lassen sich Kosten und Dauer bei der Durchführung von Tests im Prüflabor optimieren?

Kosten und Dauer hängen maßgeblich von der Prüfstrategie ab. Eine produktspezifische Strategie vermeidet überdimensionierte Testpakete: Statt einer generischen Testliste werden nur die biologischen Effekte geprüft, die für das konkrete Produkt regulatorisch notwendig sind. Wo möglich, werden chemische Charakterisierung und toxikologische Risikobewertung genutzt, um biologische Effekte abzudecken. Metecon plant und wählt geeignete Prüfmethoden und Laboratorien (ISO 17025 / GLP), bewertet Akkreditierungen und koordiniert spezialisierte Prüflabore – etwa für gasführende Produkte oder Intraokularlinsen. Das spart Zeit und vermeidet Doppelprüfungen.

Was ist der Unterschied zwischen Biologischem Bewertungsplan und Biologischem Bewertungsbericht?

Der Biological Evaluation Plan (BEP) ist das Planungsdokument: Er legt fest, welche biologischen Endpunkte für das Produkt relevant sind, welche Prüf- und Bewertungsstrategie verfolgt wird und welche Akzeptanzkriterien gelten – hergeleitet aus Kontaktart, -dauer und -intensität. Der Biological Evaluation Report (BER) ist das Ergebnisdokument: Er integriert Prüfergebnisse, Literaturdaten und toxikologische Risikobewertung zu einem belastbaren Nachweis. Vereinfacht: Der BEP plant, der BER beweist. Beide müssen sauber in die Technische Dokumentation eingebunden und versioniert sein.

Was kostet die Unterstützung bei der biologischen Sicherheitsbewertung durch Metecon?

Der Aufwand hängt von mehreren Faktoren ab: Produktkomplexität und Kontaktkategorisierung (Art, Dauer, Intensität), vorhandene Material- und Prozessdaten (vollständig vs. lückenhaft), Umfang der erforderlichen chemischen Charakterisierung und toxikologischen Risikobewertung, Anzahl an Materialvarianten sowie der gewünschte Begleitungsgrad – von der strategischen Beratung über den BEP bis zum vollständigen BER. Eine produktspezifische Strategie senkt die Gesamtkosten, weil unnötige Tests vermieden werden. Nach einer kostenlosen Erstberatung erstellt Metecon ein transparentes Aufwandsangebot.

Bereit für eine produktspezifische Biokompatibilitätsstrategie nach ISO 10993?

Starten Sie mit einer kostenlosen Erstberatung zu Produkt, Kontaktart und vorhandenen Materialdaten. Wir geben Ihnen innerhalb weniger Werktage eine erste Einordnung – inklusive der nächsten sinnvollen Schritte, z. B. Materialcharakterisierung, BEP, toxikologische Risikobewertung (TRA) oder BER.

Ihr Ansprechpartner:

Milan Weiß
Sales Manager
T: +49 621 123469-040
milan.weiss@metecon.de

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