1. Risikomanagementplan (ISO 14971 Abschnitt 4)
Der Plan legt den Aufgabenbereich, die zu betrachtenden Lebenszyklusphasen, Verantwortlichkeiten, Methoden, Akzeptanzkriterien und Schnittstellen fest. Er ist das verbindliche Steuerungsdokument – nicht nachträglich, sondern bereits in der Konzeptphase aufgesetzt. Metecon erarbeitet den Risikomanagementplan zusammen mit Ihrem Entwicklungsteam, sodass er sofort als Entscheidungsgrundlage genutzt werden kann.
2. Risikoanalyse: Gefährdungen identifizieren (Abschnitt 5)
Systematische Identifizierung aller (möglichen) relevanten Gefährdungen über den gesamten Produktlebenszyklus: bekannte und vorhersehbare Gefährdungen, inklusive Fehlanwendungen, Gefährdungssituationen und Schadensszenarien. Methoden wie FMEA, Fehlerbaumanalyse (FTA) und Hazard Lists werden produktspezifisch gewählt. Metecon stellt sicher, dass die Risikoanalyse die Charakteristika Ihres Produkts vollständig abdeckt – inklusive benutzungsbezogener Risiken aus der Gebrauchstauglichkeitsbewertung.
3. Risikobewertung mit produktspezifischen Akzeptanzkriterien (Abschnitt 6)
Jedes identifizierte Risiko wird gegen die im Plan festgelegten Akzeptanzkriterien bewertet. Wichtig: Die Akzeptanzkriterien müssen produktspezifisch begründet sein – schablonenhafte Bewertungsmatrizen halten Audits oft nicht stand. Metecon unterstützt Sie und entwickelt Akzeptanzkriterien gemeinsam mit Ihnen, die zur Produktklasse, zum klinischen Nutzen und zum Stand der Technik passen.
4. Risikobeherrschung: Hierarchie der Maßnahmen (Abschnitt 7)
ISO 14971 schreibt eine klare Hierarchie risikomindernder Maßnahmen vor: (1) inhärent sicheres Design und sichere Herstellung, (2) Schutzmaßnahmen im Produkt selbst oder im Herstellungsprozess, (3) Informationen für die Sicherheit (IFU, Warnhinweise) und ggf. Anwenderschulungen. Information allein reicht selten – Maßnahmen der ersten Hierarchiestufe sind regulatorisch zu bevorzugen. Metecon unterstützt bei der Risikominimierung.
5. Verifizierung & Validierung der Maßnahmen (Abschnitt 7.3 + Abschnitt 9)
Jede Maßnahme zur Risikobeherrschung muss verifiziert werden. Die Verifizierung der Wirksamkeit kann als Teil der V&V-Aktivitäten durchgeführt werden, Rückverfolgbarkeit zwischen Risiko, Maßnahme und Verifizierung ist Pflicht. Metecon hilft bei der Implementierung der notwendigen Prozesse und der Dokumentation – auditfest.
6. Bewertung des Restrisikos, Nutzen-Risiko-Analyse, Vollständigkeit der Risikobeherrschung (Abschnitt 7.3 bis Abschnitt 7.6)
Nach Umsetzung der Maßnahmen werden Restrisiken anhand der vorher festgelegten Akzeptanzkriterien bewertet. In einer Nutzen-Risiko-Analyse wird der Nutzen der Zweckbestimmung mit dem jeweiligen Restrisiko verglichen, das die Akzeptanzkriterien nicht erfüllt. Weiterhin muss geprüft werden, ob durch die ergriffenen Maßnahmen zur Risikobeherrschung ggf. neue Gefährdungen oder Gefährdungssituationen eingeführt wurden und ob andere Risiken beeinflusst wurden. Der Abschluss dieser Tätigkeiten beinhaltet die Prüfung, ob Risiken aus allen identifizierten Gefährdungssituationen berücksichtigt wurden und ob alle Maßnahmen abgeschlossen wurden – die Ergebnisse der Prüfungen müssen konsistent sein. Metecon stellt die Konsistenz zwischen den verschiedenen Prüfschritten und Aktivitäten sicher.
7. Bewertung des Gesamt-Restrisikos (Abschnitt 8)
Das vom Medizinprodukt ausgehende Gesamt-Restrisiko wird im Verhältnis zum Nutzen der Zweckbestimmung bewertet und dokumentiert, sobald alle Maßnahmen zur Risikobeherrschung eingeführt und verifiziert wurden. Informationen zu vertretbaren Restrisiken müssen in der Begleitdokumentation (Gebrauchsanweisung, IFU) offengelegt werden. Das Bewertungsergebnis muss den im Risikomanagementplan festgelegten Kriterien entsprechen und mit der Bewertung der einzelnen Restrisiken konsistent sein. Metecon stellt sicher, dass alle Bewertungsergebnisse konsistent und dokumentiert sind.
8. Risikomanagementbericht (Abschnitt 9)
Vor der Marktfreigabe des Produkts wird geprüft, ob die Vorgaben des Risikomanagementplans vollständig umgesetzt wurden, ob das Gesamt-Restrisiko vertretbar ist und ob geeignete Methoden eingerichtet wurden, um während und nach der Herstellung die regulatorisch geforderten Informationen zu Sicherheit und Leistung des Produkts zu sammeln und zu überprüfen. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden als Risikomanagementbericht dokumentiert, der nicht nur Teil der Risikomanagementakte, sondern auch der Technischen Dokumentation ist. Metecon zeigt, wie die beiden Akten verknüpft sind.
9. Produktlebenszyklus: Produktions- und Post-Production-Informationen (Abschnitt 10)
EN ISO 14971 verlangt, dass Erkenntnisse aus Produktion und Überwachung nach dem Inverkehrbringen (PMS, PMCF/PMPF) systematisch in den Risikomanagementprozess zurückfließen. Prozess-Schnittstellen und Bewertungskriterien müssen dafür definiert sein. Metecon verknüpft die Prozesse Risikomanagement und Prozessmonitoring mit Tätigkeiten zur Überwachung nach dem Inverkehrbringen (Post-Market Surveillance, PMS).
10. ISO/TR 24971:2020: Leitfaden zur Anwendung der EN ISO 14971
Der Leitfaden ISO/TR 24971 konkretisiert viele Punkte der EN ISO 14971 mit Beispielen, Methoden und Empfehlungen, insbesondere zu Akzeptanzkriterien, Methodenauswahl und Schnittstellen zu anderen Prozessen. Metecon verwendet sowohl die Norm als auch den Leitfaden für ein effizientes Risikomanagement.