V&V nach MDR vs. IVDR: Unterschiede auf einen Blick
Beide Verordnungen fordern Verifizierung und Validierung – mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Für IVD kommen zusätzliche Anforderungen an die Leistungsbewertung hinzu.
Viele V&V-Programme erzeugen enormen Testaufwand und trotzdem Lücken, weil Anforderungen, Risiken und Nachweise nicht durchgängig verknüpft sind. Wir bauen Ihre Verifizierung und Validierung risikobasiert auf und halten Anforderungen, Risiken, Tests und Ergebnisse lückenlos rückverfolgbar – verankert in Technischer Dokumentation und QMS, ohne Overengineering und ohne Lücken.
25+ Jahre Erfahrung · 300+ V&V-Projekte · akkreditiertes LabornetzwerkVerifizierung und Validierung sind verschiedene, aber untrennbar verbundene Pflichtaktivitäten nach MDR und IVDR.
Verifizierung und Validierung sind kein isoliertes Abarbeiten von Tests. Wir übersetzen Anforderungen und Risiken in eine risikobasierte Teststrategie mit prüfbaren Akzeptanzkriterien und führen die Ergebnisse so zusammen, dass jede Anforderung und jedes Risiko bis zum Nachweis durchgängig rückverfolgbar bleibt – verankert in Technischer Dokumentation und QMS, ohne Overengineering und ohne Lücken.
Rückkopplung: Produktänderungen, Revalidierungsaktivitäten und Post-Market-Erkenntnisse fließen kontrolliert und unter Beibehaltung der Traceability zurück.
Statt Tests nur als isolierte Abarbeitung zu behandeln, koordinieren wir Teststrategie, Durchführung und die dokumentierte Nachweisführung aus einer Hand: Risiken steuern die Testtiefe, Akzeptanzkriterien sind vorab definiert, und die Rückverfolgbarkeitsmatrix verbindet Anforderung, Risiko, Test und Ergebnis widerspruchsfrei – auch bei Software (IEC 62304), Usability und KI-Systemen.
Verifizierung & Validierung bei Metecon
„V&V mit konsistenter Traceability – Anforderungen, Risiken und Nachweise rückverfolgbar verknüpft."
Entweder hoher Aufwand ohne Erkenntnisgewinn oder Lücken mit späterem Nacharbeitsbedarf.
Für Sie: Wir leiten Testtiefe und Prioritäten aus Risiken und Akzeptanzkriterien ab – gezielt statt pauschal.
Anforderungen und Risiken sind nicht durchgängig mit Tests und Ergebnissen verknüpft.
Für Sie: Wir bauen eine durchgängige Traceability-Matrix, mit der Änderungen kontrolliert bewertbar bleiben.
Nicht vorgesehene, aber notwendige Maßnahmen verlängern die Entwicklung und erhöhen die Kosten.
Für Sie: Wir planen V&V früh ein, sodass spätes Nacharbeiten und Terminrisiken vermieden werden.
Das V-Modell ist ein etabliertes Entwicklungs- und Testmodell für Medizinprodukte und Software.
In regulatorischen Projekten wird es insbesondere im Zusammenhang mit IEC 62304 und IEC 60601-1 verwendet.
Stakeholder-Anforderungen
Was der Anwender braucht (Zweckbestimmung)
Rückverfolgbarkeit
Traceability
Validierung
Summative Usability, klinische Leistung
Systemanforderungen
Was das Produkt leisten muss
Systemtests
Integration ins Gesamtprodukt prüfen
Softwareanforderungen
Funktionale + nicht-funktionale SW-Anforderungen
Integrationstests
Zusammenspiel der Software-Module
Komponentendesign
Detaildesign Module und Units
Unit-Tests
Einzelne SW-Komponenten prüfen
Verifizierung prüft, ob Anforderungen erfüllt sind.
Validierung prüft, ob das Produkt seinen Zweck erfüllt.
Beide Verordnungen fordern Verifizierung und Validierung – mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Für IVD kommen zusätzliche Anforderungen an die Leistungsbewertung hinzu.
| Kriterium | Medizinprodukte (MDR) | In-vitro-Diagnostika (IVDR) |
| Rechtsgrundlage | MDR (EU) 2017/745 Anhang I (GSPR) + Anhang II/III | IVDR (EU) 2017/746 Anhang I (GSPR) + Anhang XIII |
| Normenrahmen | MDR: IEC 62304, IEC 60601-1 und weitere produktspezifische Prüfnormen | IVDR: IVDR Anhang XIII (SVR, APR, CPR), ISO 20916, CLSI EP-Dokumente |
| V-Modell / Prozess | produktspezifische Prüfungen (Mechanik, biologische und elektrische Sicherheit, Sterilität etc.) | Analytische Leistungsbewertung (APR) + klinische Leistungsstudie (CPR) |
| Software | IEC 62304 Pflicht + IEC 82304-1 für Standalone-SW | IEC 62304 anwendbar für IVD-Software |
| Externe Labore | Biokompatibilität, EMV, Elektrische Sicherheit, Sterilität (DAkkS/ISO 17025) | Analytische Validierung, klinische Leistungsstudien (ISO 20916) |
| Prozessvalidierung | Validierung relevanter Herstellungsprozesse | Analytische Methodenvalidierung |
| Schlüsselleitlinie | MDCG 2020-1 (Software) | MDCG 2022-2 (Performance Evaluation) |
| Übergangsfristen |
MDR gilt – aktuelle Rezertifizierungen laufen | Klasse D bis 2027 · Klasse C bis 2028 · Klasse B und A steril bis 2029 |
Risikobasierter Prüfumfang, GSPR-Mapping, Normauswahl (IEC 62304, IEC 60601-1 etc.), V&V-Konzept und detaillierte Testspezifikationen
Unit-Tests, Integrationstests und Systemtests nach IEC 62304; bei Bedarf ergänzt durch IEC 82304-1.
Akkreditiertes Labornetzwerk (DAkkS, ISO 17025): Biokompatibilität, EMV, Elektrische Sicherheit, Sterilität. Vollständige Koordination.
Alle drei IVDR-Leistungsbewertungs-Säulen: Wissenschaftliche Validität, Analytische Leistung (CLSI) und Klinische Leistung (ISO 20916).
Verifizierung und Validierung weisen nach, dass Medizinprodukte die definierten Anforderungen an Sicherheit, Leistung sowie ihre definierte Zweckbestimmung erfüllen. Metecon unterstützt Hersteller bei Planung, Koordination und Dokumentation regulatorisch relevanter Prüf- und Testaktivitäten nach MDR.
Die grundlegenden Sicherheits- und Leistungsanforderungen (GSPR) nach MDR Anhang I müssen durch V&V-Aktivitäten nachgewiesen werden – für alle Klassen I bis III.
Systematische V&V-Konzeption: risikobasierter Prüfumfang, GSPR-Mapping, Normauswahl (IEC 62304, IEC 60601-1, ISO 10993 etc.) und Prüfstrategie für interne und externe Prüfungen.
Vollständige Rückverfolgbarkeit von Anforderungen, Tests und Ergebnissen – nachvollziehbar dokumentiert und konsistent zur V&V-Strategie.
Erstellung normkonformer Testspezifikationen (Testfall, Testschritte, Akzeptanzkriterien) und nachvollziehbarer Testberichte mit Ergebnisbewertung.
Impact-Analyse bei Produktänderungen: Welche Prüfungen müssen wiederholt oder ergänzt werden? Risikobasierter Re-Test-Ansatz zur Vermeidung unnötiger Wiederholungsprüfungen.
Kurzfristige Unterstützung bei V&V-Lücken, Nachforderungen und unvollständiger Testdokumentation – praxisnah und regulatorisch nachvollziehbar.
Wenn präklinische Daten und vorhandene Nachweise nicht ausreichen, können klinische Prüfungen nach MDR Artikel 62 erforderlich werden. Metecon unterstützt bei der regulatorischen Einordnung und Integration in die V&V-Strategie.
IEC 62304 fordert strukturierte Tests auf Unit-, Integrations- und Systemebene – ergänzt durch IEC 82304-1 für Standalone-Software. Metecon schließt diese Lücken systematisch.
IEC 62304 definiert die Pflicht-Testaktivitäten je nach Software-Sicherheitsklasse (A, B, C): Unit-Tests (Komponenten), Integrationstests (Module) und Software-Systemtests (Gesamtsystem). Nach Amendment 1 (2015) sind Software-Systemtests für alle Klassen Pflicht. Metecon plant, konzipiert und dokumentiert alle erforderlichen Testaktivitäten – normkonform und BS-tauglich. ISO 14971-Maßnahmen in Software werden unabhängig von der Sicherheitsklasse verifiziert.
Software als Medizinprodukt (SaMD) unterliegt zusätzlich der IEC 82304-1 für Gesundheitssoftware. Metecon unterstützt bei der Validierung nach MDCG 2020-1 und dem Nachweis klinischer Leistungsfähigkeit für SaMD-Produkte.
ISO 13485 Abschnitt 4.1.6 verpflichtet zur Validierung von QMS-Software. Metecon erstellt CSV-Pläne, CSV Decision Matrix, IQ/OQ/PQ-Protokolle für ERP, eQMS, LIMS und Produktionssoftware.
IEC 81001-5-1 und MDCG 2019-16: Security-Tests (Penetrationstests, SBOM-Analyse) als Teil der Software-V&V-Aktivitäten. Integration in die Technische Dokumentation nach MDR Anhang II.
KI-basierte Software als Medizinprodukt stellt zusätzliche Anforderungen an Verifizierung, Validierung und Performance-Monitoring. Metecon berücksichtigt aktuelle regulatorische Anforderungen wie MDCG 2020-1 und den EU AI Act im V&V-Kontext.
Laborengpässe können die Zulassung um Monate verzögern. Metecon koordiniert Ihr vollständiges externes Testprogramm – Auswahl, Terminierung, Probenmanagement und Ergebnisbewertung aus einer Hand.
Metecon arbeitet nicht als Labor – wir koordinieren. Unser Netzwerk akkreditierter Prüfinstitute (DAkkS, ILAC-Mitglieder, ISO 17025) deckt alle wesentlichen Prüfgebiete ab:
Laborauswahl · Technische Abstimmung der Prüfspezifikationen · Proben- und Gerätekoordination · Schnittstellenmanagement · regulatorische Einordnung der Ergebnisse · strukturierte Bereitstellung der Prüfberichte für die V&V-Dokumentation.
Koordination regulatorisch relevanter Prüfungen nach ISO 10993 in akkreditierten Prüflaboren.
IEC 60601-1-2 (EMV), IEC 60601-1 (Elektrische Sicherheit), IEC 60601-1-11 (Häusliche Pflegeumgebung): Prüfplanung, Laborauswahl und Ergebnisintegration in TechDoc.
Validierung von Sterilisations- und Verpackungsprozessen erfolgt abhängig von Produkt, Verpackungssystem und Anwendungsbereich nach relevanten Normen. Metecon unterstützt bei Prüfkoordination und Dokumentation regulatorischer Nachweise.
Nur DAkkS-akkreditierte oder gleichwertig (ILAC-Mitglied) akzeptierte Labore. Biokompatibilitätstests ausschließlich in GLP-zertifizierten Laboren. Metecon prüft Akkreditierungsscope und Gültigkeit vor Beauftragung.
Koordination mechanischer und physikalischer Tests: zum Beispiel Druckfestigkeit, Ermüdungstests, Schutzklasse (IP-Rating) nach IEC 60529, Falltests, Vibration und Klimaprüfungen.
ISO 13485 Abschnitt 7.5.6 verpflichtet zur Validierung aller Prozesse, deren Ergebnis nicht vollständig durch nachfolgende Überwachung verifiziert werden kann oder verifiziert wird.
Pflichtvalidierung für Prozesse ohne vollständige Ergebnisverifikation: Sterilisation, Beschichtung, Schweißen, Befüllen steriler Produkte, Kleben. IQ/OQ/PQ-Protokolle, statistische Validierungsansätze.
ISO 13485 Abschnitt 4.1.6: Validierung aller QMS-relevanten Softwarewerkzeuge, 7.5.6 Prozessvalidierung Produktion, 7.6 Softwarevalidierung Überwachungs- und Messmittel, CSV Decision Matrix, IQ/OQ/PQ für eQMS, ERP, LIMS, PLM. GAMP 5-Prinzipien als Referenz. Metecon erstellt den vollständigen CSV-Plan und unterstützt bei der Durchführung.
Unterstützung bei summativen Usability Evaluationen nach IEC 62366-1 einschließlich Testplanung, Durchführung und Integration der Ergebnisse in die V&V-Dokumentation.
IVDR Anhang XIII definiert Anforderungen an wissenschaftliche, analytische und klinische Leistungsnachweise. Metecon unterstützt bei Planung, Koordination und Dokumentation dieser Nachweise nach MDCG 2022-2.
Für bestimmte IVDR-Legacy-Devices gelten verlängerte Übergangsfristen unter definierten Voraussetzungen. Leistungsnachweise sollten frühzeitig vorbereitet werden.
Die Nachweise ergänzen sich abhängig von Produkttyp, Zweckbestimmung und Risikoklasse.
Wissenschaftliche Leistungsdaten unterstützen den Nachweis des medizinischen und diagnostischen Zusammenhangs eines IVD im vorgesehenen Anwendungskontext.
Analytische Leistungsstudien bewerten technische Leistungsparameter und die Zuverlässigkeit eines IVD unter definierten Prüfbedingungen.
Klinische Leistungsdaten unterstützen den Nachweis der diagnostischen Leistungsfähigkeit eines IVD in der vorgesehenen Zielpopulation.
Protokollierte Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken (PubMed, EMBASE etc.) zum Nachweis des Analyt-Zustand-Zusammenhangs. Bewertung der Datenqualität, Aktualität und Relevanz nach MDCG 2022-2-Anforderungen. Vollständig dokumentiert für den PER.
Vollständiger SVR im MDCG-2022-2-konformen Format: Analyt-Beschreibung, Zielpopulation, diagnostische Fragestellung, Literatur-Summary, State of the Art, Bewertung der wissenschaftlichen Validität und Schlussfolgerung.
Bestehende wissenschaftliche Nachweise können durch neue Literatur- und Post-Market-Surveillance-Daten aktualisiert werden.
CLSI EP-Protokolle sind international der anerkannte Standard für analytische Leistungsstudien. CLSI-konforme APR-Berichte erleichtern den Nachweis, dass der Stand der Technik erfüllt wurde.
Metecon unterstützt bei Planung, Koordination und regulatorischer Dokumentation analytischer Leistungsnachweise nach CLSI EP-Protokollen.
LOD & LOQ bestimmen
Nachweisgrenze (LOD) und Bestimmungsgrenze (LOQ) – präzise nach CLSI-Protokoll für jede Matrix.
Präzision (Wiederholbarkeit & Reproduzierbarkeit)
Innerlaborpräzision und Zwischenpräzision nach CLSI EP5: Repeatability, Within-Lab Precision.
Methodenvergleich & Richtigkeit
Vergleich Testmethode vs. Referenzmethode: systematische Abweichungen, Proportionalitätsfehler.
Linearität & Messbereich
Nachweis des linearen Messbereichs und analytischen Messintervalls (AMI) nach CLSI EP6.
Interferenzen & Kreuzreaktivitäten
Potenzielle Störsubstanzen (Hämoglobin, Bilirubin, Lipide etc.) und Kreuzreaktivitäten systematisch testen.
Haltbarkeit & Stabilität
Reagenzien-Haltbarkeit unter verschiedenen Lagerbedingungen – Pflicht für IVDR-Konformität.
Wenn APR und Literaturdaten nicht ausreichen, schafft eine klinische Leistungsstudie nach ISO 20916 die notwendige Evidenz. Metecon unterstützt bei der regulatorischen Planung, Konzeption und Einordnung klinischer Leistungsstudien nach ISO 20916.
Nachweis der diagnostischen Leistung in der Zielpopulation: klinische Sensitivität und Spezifität (vs. Referenzstandard), prädiktive Werte (PPV/NPV bei realistischer Prävalenz), ROC-Kurven-Analyse. Vollständig dokumentiert im Clinical Performance Report (CPR) nach IVDR Anhang XIII 1.2.3.
Unterstützung bei Planung klinischer Leistungsstudien nach ISO 20916 einschließlich Studiendesign und Datenanalysekonzept.
Unterstützung bei regulatorischen Anforderungen für klinische Leistungsstudien einschließlich Ethik- und Behördenprozessen.
Koordination regulatorisch relevanter Abläufe im Rahmen klinischer Leistungsstudien.
Unterstützung bei Auswertung und Dokumentation klinischer Leistungsdaten im regulatorischen Kontext.
Post-Market-Surveilance-Daten können bestehende Leistungsnachweise ergänzen und aktualisieren.
Benannte Stellen bewerten PER-Dokumente gegen MDCG 2022-2. Metecon-Standard: alle SVR, APR und CPR-Berichte werden MDCG-2022-2-konform erstellt
MDCG 2022-2 „Guidance on general principles of clinical evidence for IVD" konkretisiert die IVDR-Anforderungen an SVR, APR und CPR aus BS-Perspektive: zulässige Datenquellen, Beweislastverteilung je Risikoklasse, Mindestanforderungen an Literaturdaten und Studien.
Klasse A: Literaturdaten meist ausreichend. Klasse B/C: Literaturdaten häufig in Verbindung mit eigenen Studien. Klasse D: Literaturdaten, eigene Studien, Einbindung von EU-Referenzlaboratorien. Metecon kennt die BS-Erwartungen für jede Klasse.
Peer-reviewed Literatur, Routinediagnostik-Daten, eigene Leistungsstudien (ISO 20916), Registry-Daten, Post-Market-Daten. Metecon bewertet Ihre vorhandenen Daten und identifiziert Lücken – vor der teuren Studie.
Leistungsnachweise müssen nachvollziehbar strukturiert und konsistent dokumentiert werden.

Julian Raum ist erfahrener Metecon-Experte für die Verifizierung und Validierung von Medizinprodukten. Seit 2016 begleitet er Projekte von der Ableitung regulatorischer, normativer und produktspezifischer Anforderungen über die Entwicklung geeigneter Prüfstrategien bis zur Durchführung und Dokumentation der Nachweise. Fokus unseres V&V-Teams: Anforderungen, Risiken, Prüfungen und Ergebnisse durchgängig miteinander zu verknüpfen und die notwendige Rückverfolgbarkeit konsistent in Technischer Dokumentation und Qualitätsmanagementsystem abzubilden.
„Anforderungen, Risiken und Nachweise übersichtlich und rückverfolgbar verknüpft - gemeinsam entwickeln wir mit Ihnen die für Sie geeignete V&V-Prüfstrategie mit konsistenter Traceability."
– Julian Raum, Expert Regulatory Affairs & Technical Documentation, Metecon

Dr. Sandra Reuter leitet bei Metecon das IVD-Team und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und regulatorischen Bewertung von In-vitro-Diagnostika, darunter mehrere Jahre als Regulatory Affairs Managerin in der Industrie. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie Hersteller bei der Planung, Durchführung und Dokumentation von Verifizierungs- und Validierungsaktivitäten für IVD. Ein Schwerpunkt liegt auf analytischen Leistungsstudien und der konsistenten Verknüpfung von Leistungsanforderungen, Studiendesign, Ergebnissen und Leistungsbewertung.
„Leistungsstudien liefern nur dann belastbare Nachweise, wenn Leistungsanforderungen, Studiendesign, Akzeptanzkriterien und Auswertung konsistent aufeinander abgestimmt sind. Genau diese Verbindung muss sich anschließend auch in der Leistungsbewertung wiederfinden."
– Dr. Sandra Reuter, Team Lead IVD, Metecon
Verifizierung prüft, ob ein Produkt die spezifizierten Anforderungen erfüllt (z. B.: Liegen 3.000 V am Defibrillator an?). Validierung prüft, ob das Produkt seinen vorgesehenen Zweck erfüllt und die Bedürfnisse der Anwender in der Zielumgebung erfüllt (z. B.: Schlägt das Herz nach der Anwendung?). Beide zusammen – V&V – sind nach MDR Anhang I und IVDR Anhang I Pflichtbestandteil der Technischen Dokumentation.
Das V-Modell ist das Referenzmodell für strukturierte Medizinprodukte-Entwicklung nach IEC 62304 und IEC 60601-1. Die linke Seite beschreibt die Anforderungsebenen (Stakeholder-Anforderungen bis Komponentendesign), die rechte Seite die korrespondierenden Testaktivitäten (Unit-Tests bis Validierung). Jede Anforderung hat eine direkte Testaktivität. Rückverfolgbarkeit zwischen Anforderung und Test ist Pflicht.
IEC 62304 regelt den Software-Lebenszyklus für Medizinprodukte und IVD. Softwarevalidierung umfasst Unit-Tests (Komponenten), Integrationstests (Module) und Systemtests (Gesamtsystem). Nach Amendment 1 (2015) sind Systemtests für alle Sicherheitsklassen Pflicht. IEC 82304-1 ergänzt für Standalone-Software (SaMD). CSV nach ISO 13485 Abschnitt 4.1.6 gilt für QMS-Infrastruktur.
IVDR Anhang XIII definiert drei Pflichtnachweise:
1) Wissenschaftliche Validität (SVR): Analyt-Zustand-Zusammenhang durch Literaturrecherche.
2) Analytische Leistung (APR): Technische Parameter wie LOD/LOQ, Sensitivität, Spezifität, Präzision z.B. nach CLSI-Protokollen.
3) Klinische Leistung (CPR): Diagnostische Leistung in der Zielpopulation, ggf. durch klinische Leistungsstudie nach ISO 20916.
ISO 20916 (Gute Studienpraxis für klinische Leistungsstudien) ist der Standard für Planung, Durchführung und Dokumentation klinischer Leistungsstudien für IVD. Eine eigene Studie ist erforderlich, wenn keine ausreichenden Literaturdaten, Routinediagnostik-Daten oder historischen Daten für den CPR-Nachweis vorliegen. Metecon erstellt den Clinical Performance Study Plan (CPSP) und koordiniert Ethikvotum und Durchführung.
MDCG 2022-2 ist die EU-Schlüsselleitlinie zur Leistungsbewertung von IVD nach IVDR. Sie konkretisiert die BS-Erwartungen an SVR, APR und CPR: Beweislastverteilung je Risikoklasse, zulässige Datenquellen, Mindestanforderungen und PER-Struktur. Alle Metecon-Leistungsbewertungsberichte basieren auf MDCG 2022-2.
Die Teststrategie (V&V-Konzept) definiert den übergeordneten Prüfansatz: anwendbare Normen, Testmethoden, Risikoklassen-Prüfumfang, intern vs. extern. Der V&V-Plan konkretisiert das für ein spezifisches Produkt: konkrete Testfälle, Prüfspezifikationen und Akzeptanzkriterien.
CLSI (Clinical and Laboratory Standards Institute) EP-Protokolle sind internationale Standards für analytische IVD-Validierung: EP17 (LOD/LOQ), EP5 (Präzision), EP9 (Methodenvergleich), EP6 (Linearität), EP7 (Interferenzen). Benannte Stellen erwarten CLSI-konforme APR-Berichte erleichtern den Nachweis, dass der Stand der Technik erfüllt wurde.
Akkreditierte Prüflabore (DAkkS in Deutschland, ILAC-Mitglieder international) führen normkonforme Tests nach ISO 17025 durch, z. B. Biokompatibilität (ISO 10993), EMV (IEC 60601-1-2), Elektrische Sicherheit (IEC 60601-1), Sterilisation (ISO 11135/11137). Daher sind Labore, welche diese Akkreditierung für die entsprechenden Prüfmethoden nachweisen können, grundsätzlich geeignet. Metecon koordiniert die Laborauswahl, das Schnittstellenmanagement und integriert Laborberichte in die Technische Dokumentation.
Risikomanagement
ISO 14971 – Risikomanagement MDR & IVDR
TechDoc
Technische Dokumentation MDR & IVDR
Usability
Usability Engineering IEC 62366-1
Clinical Affairs
CER, PMCF, PER und PMPF
QMS
QMS & Auditierung ISO 13485
Software
Software & Cybersecurity (IEC 62304)
Biokompatibilität
Biologische Sicherheit ISO 10993
PMS
Post-Market Surveillance MDR
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